Stadtplan von Basel: Grossbasel, Kleinbasel und die Viertel im Überblick
Wie Basel aufgebaut ist: Grossbasel auf dem Hügel, Kleinbasel am flachen Ufer, die Messe im Norden, der Bahnhof im Süden. Die Viertel, die für Besucher zählen, die Lage der Sehenswürdigkeiten und die Fussdistanzen, die eine Karte nicht verrät.

Basel ist auf der Karte leicht zu lesen: Der Rhein macht mitten in der Stadt einen Knick nach Norden und teilt sie in zwei Hälften. Links liegt Grossbasel mit der Altstadt auf dem Hügel, rechts Kleinbasel am flachen Ufer, mit der Messe weiter nördlich.
Unter der Karte erklären wir die Viertel, die Lage der wichtigsten Ziele und die Distanzen, die man auf dem Bildschirm unterschätzt.
Die Karte unten ist interaktiv. Auf eine Nummer tippen für den Ortsnamen, dann auf Go für die Route.
Wie ist Basel aufgebaut?
Der Kern der Stadt ist das Rheinknie. Auf der linken, höheren Seite steht Grossbasel mit Münster, Rathaus, Marktplatz und den Gassen um den Spalenberg. Gegenüber liegt Kleinbasel, das sich am Ufer entlangzieht und Richtung Messeplatz und Badischen Bahnhof öffnet.
Im Süden schliesst der Bahnhof SBB die Innenstadt ab, dahinter beginnt Gundeldingen. Im Nordwesten liegt St. Johann mit dem Novartis Campus nahe der französischen Grenze, im Nordosten führt die Strasse nach Riehen und zur Fondation Beyeler.
Drei Länder treffen sich hier, und das prägt den Stadtplan mehr, als man denkt. Der Flughafen liegt auf französischem Boden, der Badische Bahnhof gehört zum deutschen Bahnnetz, und mehrere Tramlinien enden jenseits der Grenze.
Foto: Brücke-Osteuropa, CC0, via Wikimedia Commons
Welche Viertel sollte man kennen?
| Viertel | Orientierung | Für Besucher | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Grossbasel, Altstadt | Barfüsserplatz, Marktplatz, Rathaus, Münster, Spalenberg | Historischer Kern, Gassen, Kunstmuseum, Münster | Pflaster und Steigungen, viel Betrieb um Markt und Münster |
| Kleinbasel | Claraplatz, Rheingasse, Kaserne, Rheinufer | Restaurants, Bars, Promenade, lokaler Charakter | Abends laut, Qualität der Lokale sehr unterschiedlich |
| Messe, Matthäus | Messeplatz, Messe Basel, Clarastrasse | Art Basel, Galerien, Kongresshotels | Preise und Andrang während der Messen deutlich höher |
| St. Alban | Kunstmuseum, Papiermühle, Stadtmauer, Rheinufer | Ruhig, Museen, Architektur, Spaziergang | Wenig Läden am Abend, unebene Wege |
| Gundeldingen | Bahnhof SBB, Meret Oppenheim-Platz | Hotels, Restaurants, Bahnanschluss | Verkehrsknoten, Baustellen, viele Reisende |
| St. Johann | Novartis Campus, Hafen, Rheinufer Nordwest | Moderne Architektur, Uferweg, Viertel im Wandel | Touristisch uneinheitlich, manche Zonen eher funktional |
| Wettstein, Hirzbrunnen | Rechtes Ufer, Messe, Weg nach Riehen | Hotels, Verbindungen nach Riehen | Wenig Sehenswürdigkeiten |
| Riehen | Fondation Beyeler, Park, Villen | Der wichtigste Kulturausflug ausserhalb des Zentrums | Nicht mehr Basel-Zentrum, Fahrt mit dem Tram |
Die Einordnung der Viertel folgt unserer Recherche, die Quartiernamen auf der Karte stammen aus OpenStreetMap. Welches Viertel sich zum Übernachten eignet, vergleicht unser Ratgeber Wo übernachten in Basel? mit Preisen.
Die Karte als Hotelfilter: Wer weiss, ob Altstadt, Messe oder Bahnhof im Mittelpunkt des Aufenthalts steht, wählt die Unterkunft nach dem Viertel statt nach dem Wort «zentral». Die Unterkünfte in Basel mit Kartenansicht zeigen die Lage zu Rhein und Tramlinien, und mit der Gasttaxe kommt die BaselCard für das Tram dazu.
Unterkünfte in Basel auf der Karte →Partnerlink: Eine Buchung über diesen Link unterstützt die Redaktion, ohne Aufpreis für Sie.Wo liegen die wichtigsten Sehenswürdigkeiten?
- Münster und Pfalz: auf dem Münsterhügel in Grossbasel, mit Blick über den Rhein auf Kleinbasel. Die Terrasse der Pfalz liegt direkt hinter dem Chor.
- Rathaus und Marktplatz: am Fuss des Hügels, wenige Minuten vom Münster, das rote Rathaus ist nicht zu übersehen.
- Mittlere Brücke: die Verbindung zwischen Marktplatz und Kleinbasel, mit dem Käppelijoch in der Mitte.
- Spalentor: am Westrand der Altstadt, ein Rest der Stadtmauer, gut am Ende eines Rundgangs.
- Kunstmuseum: Hauptbau und Neubau am St. Alban-Graben, der Standort Gegenwart separat am Rhein in der St. Alban-Vorstadt. Mehr auf unserer Seite zum Kunstmuseum Basel.
- Museum Tinguely: am rechten Rheinufer im Solitude-Park. Der Tinguely-Brunnen dagegen steht am Theaterplatz in Grossbasel, siehe Museum Tinguely.
- Messe Basel: am Messeplatz in Kleinbasel, Schauplatz von Art Basel und eines Teils der Herbstmesse.
- Fondation Beyeler: in Riehen, mit dem Tram 6 erreichbar, siehe Fondation Beyeler.
- Papiermühle: im St. Alban-Tal am Rhein, am Weg vom Kunstmuseum zum Ufer.
- Museum der Kulturen und Barfüsserkirche: beide in der Altstadt, das eine am Münsterplatz, die andere am Barfüsserplatz mit dem Historischen Museum.
Die Auswahl der Orte, die sich wirklich lohnen, mit Zeitbedarf für jeden, steht in Basel Sehenswürdigkeiten.
Wo liegen die drei Bahnhöfe?
Basel hat drei Bahnhöfe, und auf dem Stadtplan liegen sie an drei Ecken. Der Bahnhof SBB mit dem französischen Bereich SNCF schliesst die Innenstadt im Süden ab, der Badische Bahnhof liegt im Nordosten von Kleinbasel, der Bahnhof St. Johann im Nordwesten beim Novartis Campus.
Wer «Basel» auf dem Ticket liest, muss deshalb genau hinschauen: Basel SBB und Basel Bad Bf sind nicht derselbe Ort, und dazwischen liegen 10 bis 15 Minuten Tram. Welche Züge wo halten, erklärt Bahnhöfe in Basel.
Wie kommt man über den Rhein?
Über die Brücken zu Fuss, mit dem Tram oder mit einer der vier Fähren, die laut dem Fähri-Verein Basel das ganze Jahr verkehren. Sie hängen an einem Drahtseil und fahren allein mit der Strömung, eine Überfahrt dauert wenige Minuten.
Gratis ist nur der Weg über die Brücken, die Fähre kostet laut dem Fähri-Verein CHF 2 pro Überfahrt. Die Mittlere Brücke verbindet den Marktplatz mit Kleinbasel, die Wettsteinbrücke das Kunstmuseum mit dem Wettsteinquartier.
Was ist auf dem Novartis Campus zugänglich?
Der Campus in St. Johann ist ein Firmengelände mit Bauten bekannter Architekten, aber kein öffentlicher Park. Laut Novartis ist das Gelände 7 bis 19 Uhr zugänglich, an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen bleibt es geschlossen.
Der Novartis Pavillon öffnet von 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen, für CHF 10, mit BaselCard CHF 7.50. Auf dem Plan liegt der Campus nahe dem Bahnhof St. Johann und der Grenze zu Frankreich.
Wie orientiert man sich in der Altstadt?
Die Altstadt ist ein Gewirr aus Gassen, Treppen und Plätzen, und das Telefon verliert zwischen den hohen Häusern gern den Standort. Zwei Fixpunkte helfen: das Münster auf dem Hügel und der Rhein, der immer im Norden liegt.
Wer lieber geführt wird, bucht die Führung «Basler Altstadtgeschichten» von Basel Tourismus: zwei Stunden für CHF 25 pro Person, mit BaselCard 25 Prozent günstiger. Sie führt am Rathaus, am Münster, an der Barfüsserkirche und am Tinguely-Brunnen vorbei, die Plätze sind begrenzt.
Der Sightseeingbus fährt laut Basel Tourismus von Mittwoch bis Sonntag zweimal täglich eine Runde von etwa zwei Stunden mit zwölf Halten. Er ist gut, um die Stadt zu Beginn zu verorten, und für alle, die nicht lange gehen können.
Wie weit ist es zu Fuss?
Auf der Karte wirkt Basel winzig, und die Altstadt lässt sich tatsächlich gut zu Fuss erkunden. Pflaster, Steigungen um Münster und Spalenberg und die Brücken verlängern die Wege aber spürbar, vor allem mit Gepäck oder Kinderwagen.
| Strecke | Zu Fuss | Mit dem Tram |
|---|---|---|
| Bahnhof SBB bis Marktplatz | 17 Minuten | 6 bis 8 Minuten, Tram 8 oder 11 |
| Barfüsserplatz bis Messeplatz | 20 Minuten | 7 bis 8 Minuten, Tram 6, 14 oder 16 |
| Bahnhof SBB bis Messeplatz | 26 Minuten | 7 Minuten, Tram 2 |
| Bahnhof SBB bis Badischer Bahnhof | 35 Minuten | 6 Minuten mit der S6, 9 bis 10 mit dem Tram 2 |
| Badischer Bahnhof bis Fondation Beyeler | zu weit | 12 Minuten, Tram 6 |
| Bahnhof SBB bis Fondation Beyeler | zu weit | 23 bis 24 Minuten, Tram 2 und 6 oder S6 |
Die Fusswege haben wir auf OpenStreetMap berechnet, die Fahrzeiten stammen aus dem Fahrplan für Dienstag, 27. Oktober 2026, um 10 Uhr. Wartezeit, Umsteigen und das Gedränge an Messetagen kommen dazu, die genaue Verbindung zeigt die Fahrplanauskunft.
Was zeigt ein Stadtplan nicht?
Kein Plan zeigt das Kopfsteinpflaster der Altstadt, die Bordsteine an den Tramhaltestellen und die Steigung vom Marktplatz zum Münster. Für Rollstuhl und Kinderwagen ist der Weg deshalb oft länger, als die Linie auf dem Bildschirm vermuten lässt.
Ein Inventar der Lifte, Rampen und stufenlosen Wege für die ganze Altstadt ist in unseren Quellen nicht veröffentlicht. Die Fondation Beyeler beschreibt ihre stufenlosen Eingänge und Lifte genau, für viele historische Gebäude fehlen solche Angaben.
Auch der Kalender verändert den Plan. An der Fasnacht gehört die Altstadt den Cliquen, während der Herbstmesse, vom 24. Oktober 2026 bis 8. November 2026, stehen Bahnen auf Barfüsserplatz, Münsterplatz und Messeplatz. Zu Art Basel, vom 17. Juni 2027 bis 20. Juni 2027, ist der Messeplatz der dichteste Ort der Stadt.
Foto: Zairon, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Welche Viertel lohnen einen Abstecher?
St. Alban ist das stille Gegenstück zur Altstadt: Stadtmauer, Papiermühle im St. Alban-Tal und ein Uferweg am Rhein, dazu das Kunstmuseum am oberen Ende. Läden und Lokale sind dünn gesät, für einen Spaziergang am späten Nachmittag ist das Viertel ideal.
Riehen gehört zum Kanton Basel-Stadt, ist aber eine eigene Gemeinde mit Dorfkern. Neben der Fondation Beyeler liegen dort der Berower Park und das Naturbad Riehen, das eigene Öffnungszeiten und Eintritte hat und nicht zum Museumsticket gehört.
Kleinbasel zwischen Rheingasse und Kaserne ist das Viertel für den Abend, mit dem Rheinufer als Treffpunkt im Sommer. Gundeldingen hinter dem Bahnhof ist dagegen ein Wohn- und Durchgangsviertel, interessant vor allem für Hotels und Restaurants nahe der Gleise.
Wie kommt man vom Zentrum in die Region?
Basel ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge über die Grenze, weil das Tram dorthin fährt. Laut OpenStreetMap endet die Linie 8 in Weil am Rhein, wo der Vitra Campus liegt, und die Linie 3 an der Gare de Saint-Louis in Frankreich.
Für diese Fahrten gilt ein eigenes Ticket, die BaselCard deckt sie nicht. Die Zonen, Linien und Tarife erklärt Unterwegs in Basel, und welcher Zug an welchem Basler Bahnhof hält, steht in Bahnhöfe in Basel.
Wo steht man mit dem Auto?
Das Parkleitsystem gliedert die Innenstadt in drei Gruppen, die dem Stadtplan entsprechen: Zentrum West für die Altstadt, Zentrum Nord für Messe und Kleinbasel, Zentrum Süd für den Bahnhof und das Kunstmuseum. Welche Häuser gerade Plätze haben, zeigt Parkplätze in Basel in Echtzeit.
Die Tarife und die Regeln der blauen Zone stehen in Parken in Basel. Für die Altstadt gilt: am Rand parkieren und den Rest zu Fuss gehen, die engen Gassen sind kein Ort für die Parkplatzsuche.
Mehr Platz für längere Aufenthalte: Wer eine Woche bleibt oder mit Familie reist, findet in Wohnungen oft mehr Raum als im Hotelzimmer. Die Ferienwohnungen in Basel lassen sich nach Viertel filtern, klären Sie bei der Buchung, ob die BaselCard für das Tram inbegriffen ist.
Ferienwohnungen in Basel ansehen →Partnerlink: Eine Buchung über diesen Link unterstützt die Redaktion, ohne Aufpreis für Sie.Und wer nach dem ersten Blick auf die Karte einen Plan für die Tage sucht, findet in Was tun in Basel? Programme nach Zeit und Interesse.
Quellen: Recherche zu den Vierteln und Sehenswürdigkeiten (Fondation Beyeler, FAQ 2026, baselswitzerlandtours.com, myswitzerland.com), hotelsvetted.com und Basel Tourismus zu den Distanzen, travel.art zur Fahrzeit Bahnhof SBB bis Messeplatz, OpenStreetMap (Quartiergrenzen, Punkte und Tramlinien, Stand Oktober 2026), Parkleitsystem Basel.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Grossbasel und Kleinbasel?
Kann man Basel zu Fuss erkunden?
Wo liegt die Messe Basel?
Wie weit ist die Fondation Beyeler vom Zentrum entfernt?
Corinne Schaub
Corinne hat sechs Jahre an der Rezeption eines Hotels beim Badischen Bahnhof gearbeitet und täglich dieselben Fragen zu Tram, Zonen und Landesgrenze beantwortet. Sie schreibt die Seiten, die sie ihren Gästen gern in die Hand gedrückt hätte. Jeden Tarif prüft sie beim Betreiber, nie in einem Reiseführer.



